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Mit dem Camper nach GRIECHENLAND - unser Fazit

Grenzenlose Freiheit und endlose Küsten

Wir müssen vorweg zugeben - wir LIEBEN Griechenland. Vor Reisebeginn hätten wir niemals gedacht, dass uns dieses Land dermaßen begeistert, dass wir zeitweise sogar vor der Entscheidung standen einfach hier zu bleiben. Es bietet alles, was wir uns wünschen: tiefblaues Meer, geschichtsträchtige Ort und wunderschöne Bergregionen. Zugleich ist Griechenland für uns einer der entspanntesten Freisteh-Kulturen Europas – du merkst: Griechenland hat uns komplett in seinen Bann gezogen.

Nachdem wir hier mittlerweile mehrere Monate verbracht haben, können wir sagen: Dieses Land ist ein absolutes Paradies für Overlander.

Die Vielfalt ist riesig. Wer die Einsamkeit sucht, findet sie in den wilden Bergen des Hinterlands oder an versteckten Buchten.

Wer das Land allerdings mit dem eigenen Camper oder LKW bereist, sollte sich auf enge Dorfpassagen und eine sehr entspannte, manchmal etwas chaotische Fahr- und Parkweise der Einheimischen einstellen 😉.

 

Zahlen, daten, fakten

  • Fläche: ca. 131.957 km² (Zum Vergleich: Deutschland hat 357.683 km²)

  • Einwohnerdichte: ca. 78 Personen/km² (Zum Vergleich: Deutschland hat ca. 233).

  • Sprache: Griechisch. Englisch wird erstaunlich gut und fast überall gesprochen, ab und zu trifft man sogar auf Deutsch.

  • Währung: Euro (€).

  • Zeitzone: UTC+2 ( +1 Stunde Unterschied zu Deutschland).

  • Klima: Mediterran. Sehr heiße, trockene Sommer; milde, aber teils feuchte Winter (im Norden und in den Bergen schneit es im Winter ordentlich!). Beste Reisezeit: März–Juni & September–November.

  • Besonderheit: Griechenland besteht zu einem großen Teil aus Bergen und hat über 3.000 Inseln, was die Geografie wahnsinnig vielseitig macht.

Stand Anfang 2026

Einreise & Bürokratie

  • Anreise: Entweder über den Landweg (Balkan) oder super entspannt per Fähre von Italien (Ancona, Bari, Venedig) nach Patras oder Igoumenitsa. Wer direkt von Deutschland kommt, sollte die Fährpreise checken - oft günstiger als gedacht.
  • Visum & Dauer: Keine Einschränkung für EU-Bürger.
  • Dokumente: Da Griechenland EU ist, reicht der Personalausweis und die normale Grüne Versicherungskarte.
  • Zoll: Keine Grenzkontrollen bei der Einreise aus Bulgarien oder Italien. Wer von Albanien, Nordmazedonien oder der Türkei kommt muss mit Kontrollen rechnen (hier haben wir aber keine bisher Erfahrung).
  • Fahrzeug: Keine Sonderregeln für LKW. Wenn man von der Autobahn abfährt, gibt es häufig Begrenzungsschilder von 3,5t. Das gilt aber hauptsächlich für Güterverkehr und interessiert eh niemanden. Umweltzonen gibt es eigentlich nur in Athen, was man mit dem LKW ohnehin großräumig umfährt.

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Fahren & Wege

  • Maut: Es gibt Mautstationenauf den Autobahnen. Allerdings ohne Ticket, sondern mit Festpreis. Wie sich dieser zusammensetzt ist für uns allerdings immer noch ein Rätsel. Man zahlt oft irgendwo mittendrin, manchmal an Auffahrten, manchmal an Abfahrten. Je nach Größe und Straßenabschnitt sind die Gebühren auch sehr hoch. Wir haben an einigen Tagen schnell mal über 20€ bezahlt. Es gibt meistens aber auch kostenfreie Paralellstraßen. Ein Abwägen lohnt sich.
  • Straßenzustand: Von nagelneuem Asphalt bis zur üblen Schlaglochpiste ist alles dabei.
  • LKW-Spezifisch: Griechenland ist bergig. Je nach Leistung des Fahrzeugs und Spritverbrauch lohnt es sich manchmal die Mautstraße, statt der kostenlosen Alternative zu wählen. Die Straßen in den Dörfern sind außerdem oft extrem eng, mit Balkonen, tiefen Stromkabeln und brutal parkenden Autos. Oft genug gibt es aber Umfahrungen (meist Schotterpisten). Wer über 2,50 m breit oder sehr hoch ist, sollte Schilder ernst nehmen und Routen vorab per Satellitenbild prüfen.
  • Allrad: Auf den Hauptstrecken nicht nötig. Wer aber die richtig einsamen Strandspots, Flussbette oder abgelegene Bergpisten sucht, ist um etwas Bodenfreiheit, Grip und Allrad sehr froh. Wer aktiv nach Allrad-Abenteuer sucht, kann in Griechenland viel Spaß haben.

Versorgung (Autarkie)

  • Wasser: Absolut kein Problem. Fast jedes Dorf hat öffentliche Quellen, Brunnen oder Wasserhähne (meist an Kirchen). Die Qualität im Hinterland/den Bergen ist richtig gut, in der Strandregion haben wir aber auch schonmal salziges Wasser getankt. An Quellen benötigt man manchmal einen Wasserdieb oder Gießkanne, da es keinen direkten Hahn zum anschließen gibt.

  • Diesel: Preislich meist auf einem ähnlichen Niveau wie in Deutschland oder etwas günstiger. Tankstellen gibt es flächendeckend. An Autobahnen sind die Preise meist höher.

  • Gas/LPG: LPG-Tankstellen (Autogas) gibt es an den Hauptverkehrsachsen genug, im tiefen Hinterland wird es dünner. Deutsche Flaschen lassen sich mit dem passenden Adapter an vielen Stationen befüllen.

  • Müll: Große, öffentliche Mülltonnen gibt es an jeder Ecke. Meistens kann man mit dem Auto direkt nebendran parken und muss zum Müll entsorgen nicht mal aussteigen. Die ENtsorgung ist daher kein Problem. Leider liegt trotzdem noch sehr viel Müll rum. Besonders an beliebten Park- oder Picknickplätzen oder auch am Strand. 

Stellplätze & Sicherheit

  • Freistehen: Offiziell ist freies Campen in Griechenland verboten. In der Nebensaison wird es aber fast überall absolut toleriert - wir hatten noch an keinem Ort Schwierigkeiten. Auch nicht wenn wir mehrere Tage blieben. Ausgenommen sind strikte Naturschutzgebiete und absolute Touristen-Hotspots im Hochsommer.
    ➡️ Du willst auch an solch schönen Orten stehen? Sicher dir unsere Griechenland-Karte am Ende der Seite.

  • Vibe: Die Griechen sind unglaublich freundlich und entspannt. Im Vorbeifahren wird meistens gewunken oder gehupt. Wir haben uns jederzeit und überall herzlich aufgenommen gefühlt. 

  • Sicherheit: Wir haben uns zu jedem Zeitpunkt zu 100 % sicher gefühlt. Einbrüche kommen (wie überall) in den Großstädten oder Touri-Hotspots vor.

  • Tiere: Es gibt wahnsinnig viele Streuner (Hunde und auch Katzen). Die meisten sind absolut friedlich (oder sogar ängstlich) und freuen sich über Futter. Vorsicht ist im Hinterland vor Herdenschutzhunden geboten, vor allem wenn man zu Fuß unterwegs ist.

Alltag & Kosten

  • Internet: 4G/5G Abdeckung ist fast überall stabil und dank Roaming mit der deutschen SIM-Karte kein Problem.

  • Einkaufen: Es gibt die großen Ketten (Lidl, Sklavenitis), aber auch Wochenmärkte und fast jedes Dorf hat einen kleinen Laden oder lokalen Bäcker. Die Auswahl an Feta und Joghurt kann einem anfangs etwas überfordern - die Sachen sind aber sehr lecker und ein Durchprobieren lohnt sich.

  • Preise: In touristischen Gebieten ist Essen gehen - wie überall - immer teurer. Es lohnt sich in den kleinen Dörfern eine Taverne anzusteuern. Regionale Lebensmittel sind günstig und wenn man etwas darauf achtet, was man kauft, kann man wesentlich günstiger als in Deutschland auskommen.

  • Wäsche: Waschsalons (Self-Service) gibt es in den größeren Städten genug. 
    ➡️ Du willst wissen welche Waschsalons gut anzufahren sind? Sicher dir unsere Sizilien-Karte am Ende der Seite.

Wir fragen uns immer wieder - wie kann man dieses Land nicht lieben 😍...

Wenn man überhaupt einen Minuspunkt suchen möchte, dann ist es die teilweise enge Infrastruktur in den alten Bergdörfern, die einem mit dem LKW ab und zu Schweißperlen auf die Stirn treibt. Auch der Müll und die Streuner sind leider ein wiederkehrendes Thema in Süderopa.

 

Das Positive überwiegt aber so sehr, dass Griechenland eines unserer absoluten Lieblingsländer ist und bleibt.

Die Kombination aus Bergen (wie dem mächtigen Olymp) und dem Meer direkt vor der Türe ist unschlagbar. Kultur kommt hier natürlich auch nicht zu kurz und an beinahe jeder Ecke findet man alte, geschichtsträchtige Steine. Außerdem hat uns die Gelassenheit und Freiheit hier mehr als beeindruckt.

Der Abschied fiel uns nicht ganz leicht und wir werden hier immer wieder hin zurück kommen.


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Du hast es sicher schon gemerkt: Wir lieben es, mit unserem LKW an Orten zu stehen, die nicht nur idyllisch und ruhig sind, sondern auch genug Platz für ein großes Fahrzeug bieten.

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