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Grenzübertritt Griechenland – Türkei

Abenteuer Einreise - mit dem camper-lkw an der eu-aussengrenze

Nach unserer Zeit in Griechenland stand das nächste große Kapitel unserer Reise an: die Türkei!
Wir haben uns für den Grenzübergang von Kipoi (Griechenland) nach Ipsala (Türkei) entschieden. Da dieser Übergang direkt an der Autobahn liegt, kamen wir eigentlich zügig voran.
Doch wer mit einem großen Fahrzeug wie unserem LKW unterwegs ist, weiß: An Grenzen wird es meistens erst kurz vor knapp spannend.

Schon kurz vor der eigentlichen Grenze sammelten sich die LKWs auf dem rechten Streifen. Wir sind erst einmal an der Schlange vorbeigefahren, aber kurz darauf wurde es einspurig – und da auch der Gegenverkehr nur eine Spur hatte, wurde es ordentlich eng.

Ich (Jana) bin dann erst mal ausgestiegen, um die Lage zu checken. Man muss nämlich irgendwann rechts abbiegen, um zu den Zollhäuschen zu kommen, aber vor lauter geparkten LKWs war die Spur kaum zu sehen. Da wir aber kein gewerblicher LKW sind, zählen wir zu den PKWs und wir waren uns sicher - wir werden uns nicht mit den großen Brummis einreihen müssen.
Kaum war ich zurück im LKW, setzte sich die Schlange zum Glück in Bewegung. Wäre das nicht passiert, hätten wir wohl versucht, uns weiter vorne wieder einzureihen

tschüss griechenland - das ging fast zu schnell

Da die PKW-Spuren alle höhenbeschränkt waren, haben wir uns direkt in die Bus-Spur eingeordnet.
Als wir das griechische Zollhäuschen erreichten, passierte... nichts. Wir wurden einfach wild weitergewunken. Ohne anzuhalten, rollten wir über die Brücke, die Griechenland und die Türkei verbindet.

Ehrlich gesagt fühlte ich mich dabei richtig unwohl – wir hatten ja nicht mal offiziell ausgecheckt! Aber anscheinend haben wir die griechischen Beamten an diesem Tag einfach nicht interessiert.
Auf der Brücke war das Militär dann sehr präsent, aber alle waren super freundlich und haben gegrüßt.

Die türkische Seite

Auf der türkischen Seite wussten wir erst mal nicht, wo wir hinmüssen. Ein Soldat hat uns aber freundlich eingewiesen. Wegen unserer Höhe mussten wir wieder zur Busspur, aber das Häuschen dort war nicht besetzt. Also: Motor aus, Papiere schnappen und zu Fuß zu einem besetzten Schalter.

Was ihr hier braucht:

  • Reisepässe (von allen Mitreisenden)

  • Fahrzeugpapiere

Von jedem von uns wurde direkt am Schalter ein Foto gemacht. Danach ging es weiter zur eigentlichen Kontrolle. Hier wurden wir zu den PKWs rüberbugsiert. Es staute sich ein bisschen, weshalb kurzerhand ein zweites Häuschen eröffnet wurde.

Der Zollbeamte gab uns das Zeichen, alle Klappen und Türen am LKW zu öffnen. Er warf einen kurzen Blick hinein und – zack – war er von unserem Ausbau mehr als begeistert! Nach ein paar lobenden und sehr freundlichen Worten war die „Kontrolle“ auch schon erledigt.

Papiere, Versicherung & unser Motorrad

Am letzten Häuschen wurde es dann nochmal formell.
Hier mussten wir folgende Dokumente vorlegen:

  • Fahrzeugpapiere (LKW)

  • Reisepass des Halters

  • Gültige Versicherung (Grüne Versicherungskarte – achtet darauf, dass das Kürzel TR nicht durchgestrichen ist!)

  • Da wir unser Motorrad dabei haben, mussten wir dafür genau dieselben Papiere vorlegen.

Wichtiger Hinweis: Wenn der Fahrer nicht der Fahrzeughalter ist, benötigt ihr (soweit wir wissen) unbedingt eine beglaubigte Vollmacht!

Unser erster stop auf türkischem Boden

Nachdem wir alle Stempel hatten, hielten wir am Parkplatz direkt hinter der Grenze.

Wir wollten schauen, ob wir direkt Bargeld abheben können (Das kostet zwar 10% Gebühren, aber so hätten wir schonmal ein paar Lira in der Tasche).
Im Shop gab es zwar Bankautomaten, aber leider hat bei keinem unsere Karte funktioniert. Dafür war der Laden wie ein Duty-Free-Shop: Tabak gab es für unschlagbare 2,50 €. Ich habe direkt was mitgenommen (Pass vorzeigen an der Kasse nicht vergessen!).

Ein letztes Häuschen noch, an dem alle Papiere ein letztes Mal kontrolliert wurden, und dann waren wir – keine Minute später – offiziell in der Türkei.

Wir machten dann direkt ein paar Kilometer um die erste Nacht entspannt an einem ruhigen, kleinen See zu verbringen.


Zusammenfassung für eure Reiseplanung

  • Anfahrt: Von Griechenland: Einfach und unkompliziert über die Autobahn Kipoi/Ipsala
  • Spurwahl: Mit dem LKW/hohen Camper direkt die Bus-Spur nutzen (Achtung: Höhenbeschränkungen bei PKW!).
  • Dokumente: Reisepass, Fahrzeugschein und Versicherung (Grüne Karte mit TR-Abdeckung).
  • Wichtiger Hinweis: Wenn der Fahrer nicht der Fahrzeughalter ist, benötigt ihr (soweit wir wissen) unbedingt eine beglaubigte Vollmacht.
  • Versicherung: Falls eure Versicherung die Türkei nicht abdeckt, könnt ihr direkt an der Grenze eine lokale Versicherung abschließen.
  • Tiere (Hunde/Katzen): Hier haben wir selbst keine Erfahrung, aber soweit uns bekannt ist braucht ihr den EU-Heimtierausweis, die Tollwutimpfung und im Idealfall den Tollwut-Titer-Test (besonders wichtig für die spätere Rückreise in die EU!).
  • Dauer: Bei uns ging es trotz kleiner Schlange zügig. Plant dennoch 1–2 Stunden ein, falls mehr los ist.

Unser erster Übernachtungsplatz


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