Kristallklares Wasser und griechische Mythologie
Nachdem wir in Griechenland spät abends mit der Fähre angekommen sind und lediglich einen nahen Parkplatz für die erste ruhige Nacht angesteuert haben, ging es am nächsten Tag direkt weiter in ein eher unscheinbares Gebiet.
Mit unserem LKW steuerten wir einen wirklich schönen und ruhigen Platz auf einer Wiese direkt am Flussufer bei Glyki an. Hier war es idyllischer als erwartet und bald stand für uns fest: Wir wollen die Gegend zu Fuß erkunden.
Die Anfahrt nach Glyki war übrigens völlig unproblematisch, die Straßen sind gut ausgebaut und breit genug – was man in Griechenland ja nicht immer behaupten kann 😉.
Bevor es mit der eigentlichen Wanderung losging, wollten wir den Fluss direkt an unserem Stellplatz einmal durchqueren und uns auch die andere Uferseite genauer anschauen. Wir hatten die Tiefe etwas unterschätzt und Jana stand plötzlich mit den kompletten Beinen im Wasser. Es war natürlich eiskalt, aber eigentlich auch eine willkommene Erfrischung - im Sommer muss es herrlich sein. Das Wasser hier ist so unfassbar klar, dass man jeden einzelnen Stein am Grund sehen kann.
Unsere Wanderung flussaufwärts zur Dala-Brücke
Unsere Wanderung startete direkt am Flusslauf.
Der Acheron hat eine ganz besondere Bedeutung in der griechischen Mythologie – er galt früher als einer der fünf Flüsse der Unterwelt. Man sagte, dass der Fährmann Charon hier die Seelen der Verstorbenen über den Fluss brachte. Wir merkten davon zum Glück nichts mehr, außer vielleicht einer gewissen friedlichen Ruhe, die über dem Tal liegt.
Wir sind nicht durch den Fluss gewatet, wie es viele Touristen im unteren Teil bei den Quellen machen, sondern dem Pfad entlang des Ufers gefolgt. Am Anfang trafen wir noch auf eine Schulklasse, aber je weiter wir uns von den Hauptquellen entfernten, desto einsamer wurde es. Im Laufe der gesamten Wanderung sind uns lediglich drei andere Paare begegnet - lieben wir.
Der Weg führte uns immer weiter flussaufwärts, vorbei an der alten Dala-Brücke und noch ein Stück tiefer in die Schlucht hinein. Unser Ziel waren eigentliche die Wasserfälle flussaufwärts, aber die Ausschilderung des Wanderweges hörte irgendwann auf und der Weg sah auch nicht mehr ganz so passierbar aus.
Die Natur hier ist wirklich beeindruckend - dunkle Waldabschnitte, Wiesen voller duftender Blumen und immer wieder beeindruckende Blicke in das weite Tal. Überall im Gebüsch hat es geraschelt und wir konnten beobachten, wie zahlreiche Echsen und die eine oder andere Schlange vor uns das Weite suchten. Es war ein richtig schöner, idyllischer Ausflug.
Wer die Region Epirus besucht, sollte den Acheron definitiv auf die Liste setzen. Es ist nicht nur die mythologische Geschichte, die den Ort spannend macht, sondern schlichtweg diese Kombination aus dem kalten, türkisen Wasser und der Ruhe, die man hier (wenn man ein Stück läuft) noch finden kann.
UNSER ÜBERNACHTUNGSPLATZ
Koordinaten: 39°19'36.3"N 20°37'04.5"E
Anfahrt: Über Paramythia nach Glyki (für jedes Fahrzeug machbar)
Warum man diese Gegend besuchen sollte:
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Lage: Der Acheron liegt in der Region Epirus im Nordwesten Griechenlands, unweit der Küstenorte Parga und Syvota. Er ist somit ein perfektes Ziel für einen Abstecher von der Küste ins grüne Hinterland.
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Vielseitigkeit: Die Gegend bietet für jeden etwas – von Action (Rafting, River Trekking direkt im Flussbett) bis hin zu absoluter Ruhe auf den Wanderpfaden oberhalb der Schlucht.
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Klima: Selbst im Hochsommer ist es im Tal des Acheron durch die dichte Vegetation und das kalte Quellwasser deutlich angenehmer als an der heißen Küste.
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Mythologie zum Anfassen: In der Nähe von Glyki befindet sich auch das Nekromanteion von Acheron, ein antikes Orakel der Toten, das geschichtlich sehr interessant ist.
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